Systematik

Bisher stellen die Systematiker die Störche noch neben die anderen langbeinigen Watvögel der Ordnung Ciconiiformes (Reiher, Ibisse und Löffler). Morphologische und verhaltenskundliche Studien haben aber nachgewiesen, daß die Neuweltgeier (Cathardidae) viel näher mit den Störchen verwandt sind. Auch neue genetische Analysen sprechen dafür, so daß das sich das bisherige Bild der Storchensystematik wohl bald grundsätzlich ändern wird.

Ein beeindruckendes Beispiel für das eben genannte Verwandtschaftsverhältnis ist der Königsgeier, der schon von seinem Äußeren her (schwarz-weiß Verteilung im Gefieder) storchähnliche Züge trägt. Wichtigste morphologische Gemeinsamkeiten sind das offene Nasenbein und die wie bei Störchen funktionslose Hinterzehe.

Unstrittig werden als nächste Verwandte der Störche der Schuhschnabel und der Hammerkopf angesehen.

Die Familie Ciconiidae wird in drei Tribes aufgegliedert, die Waldstörche/Klaffschnäbel, die eigentlichen Störche und die Riesenstörche.

Je nach Betrachtungsweise unterscheiden die Systematiker heute 5 oder 6 Gattungen mit 17 - 19 Arten.